Willkommen im Webarchiv des Bildhauers Stefan Wewerka

Die Seiten werden fortlaufend um Abbildungen und Texte erweitert.
Vorschläge für Korrekturen und Kritik sind jederzeit willkommen. Bitte schreiben Sie an
info@stefanwewerka.de

Aktuell:

Achtung, Betrugsverdacht:
Ein junger Russe bietet in Aachen via Internet (ebay) den Classroom Chair von Stefan Wewerka an - ohne den Titel oder den Künstlernamen zu nennen. Zwei Käufer haben sich inzwischen bei mir gemeldet, denn sie zweifeln an der Echtheit des Objekts: extrem schlechte Qualitaet und Ausführung und vor allem sind beide Stühle an der Unterseite mit der gleichen Nummer (!) und einer nachgemacht wirkenden Signatur versehen.

 

Hier eine Abbildung der Unterseite:

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Auf einer Pressekonferenz am 4. Juni 2014 im Magdeburger Forum Gestaltung wurde die offizielle Gründung des WEWERKA ARCHIVs bekanntgegeben.

Das Archiv wird im sich entwickelnden "Kreativ Quartier" in unmittelbarer Nähe des Magdeburger Hauptbahnhofs die Arbeit aufnehmen.

Aufgabe und Ziel ist es, den Nachlass Stefan Wewerkas aufzunehmen und zu erfassen; sein umfangreiches Werk – ebenso wie das seines Vaters Rudolf und dessen Bruder Hans – zu bearbeiten und zu erschliessen. Die Zeichnungen  Philipp Wewerkas und die Arbeit des Alexander Verlag Berlin (Alexander Wewerka) sollen ebenfalls in die Arbeit und den Bestand des Archivs einfliessen.

Des weiteren sind regelmässige Aktivitäten des Archivs geplant, u.a. Ausstellungen, Sommerakademien und die Auseinandersetzung und Pflege von Künstlern verschiedener und spartenübergreifender Disziplinen, die in der Tradition Stefan Wewerkas arbeiten oder gearbeitet haben.

Der Beirat des WEWERKA ARCHIVS besteht aus Dr. Wulf Herzogenrath (Akademie der Künste, Berlin), Dr. Stefan Kraus (Kolumba Museum, Köln) und Peter Tollens (Künstler, Köln).

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Stefan Wewerka (1928–2013), Fallstudie, 1971/72 (Foto Mimi Klein)

 

 

 

 

Der Katalog zur gleichnamigen Magdeburger Ausstellung (30.10.2013–7.2.2014) ist direkt über das Forum Gestaltung zu beziehen. Mit Beiträgen von Volker Fischer, Peter Tollens und Norbert Eisold,  64 Seiten, Klappenbroschur, durchgängig vierfarbig, 14,90 Euro.

 

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Anybody Can Have An Idea

 Sammlung in Bewegung,  6.9.13 bis 8.2.2015

Stefan Wewerka ist mit einer Arbeit in der Dortmunder Ausstellung vertreten

 

 

 

 

 

„Man kann jeden noch so banalen Bau sorgfältig in seine Einzelteile zerlegen und aus genau dem gleichen Material eine wunderbare neue Architektur schaffen.“(Stefan Wewerka, 1968)

 

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Das Buch: "Nahaufnahme Stefan Wewerka", herausgegeben von Wulf Herzogenrath und Alexander Wewerka.

"Ein großer Künstler verändert unsere Sicht auf die Welt, auf die Dinge. Ein großer Künstler entwickelt seine eigene Welt und gestaltet nach seinen Prinzipien. Stefan Wewerka ist einer dieser Künstler." Wulf Herzogenrath

Auf 288 Seiten und mit über 300 farbigen und schwarz-weissen Abbildungen plus einer DVD – Stefan Wewerka erzählt sein Leben, erweitert um Originaldokumente aus 40 Jahren.

Der Fließtext ist im Anhang auf Englisch verfügbar, die Filme auf der DVD sind englisch untertitelt.

The text in English is included, the films on the DVD are subtitled.

 

Vorzugsausgabe: Es gibt 24 signierte und nummerierte Bücher mit jeweils einer handkolorierten Radierung von 1982 (8 x grün, 8 x rot und 8 x gelb, Format 220 mm x 148 mm, bedruckte Fläche 118 mm x 90 mm) zu je 200,00 Euro inkl. 7% MwSt. zuzüglich Paketporto. Nur direkt ab Verlag!

 

A special edition of this publication appears as an edition of 24 signed and numbered copies. Each book includes a handcoloured and signed etching from 1982.  (8 x green, 8 x red und 8 x yellow, size 220 mm x 148 mm, printed size 118 mm x 90 mm) for each 200,00 Euro plus postage. Can be ordered only directly from the publishing house!

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Spiegel online über das Buch

"Wewerka triumphierte über die Design-Funktionäre der Postmoderne, weil er es fertig brachte, die ursprüngliche Bedeutung von Designen in die Gegenwart zurückzuholen. Er vermittelte nämlich die Kraft der gedanklichen Konzepte des Paradoxien erschliessenden Witzes und der psychischen Energie mit der Welt der Dinge. Er beseelte die Artefakte nicht nur durch den Schöpferhauch (unter Künstlern häufig als Mundgeruch der Trinker diskriminiert), sondern ermunterte sie, ja, zwang sie zu einem Eigenleben, wie es zuvor nur Theodor Vischer (Tücke des Objekts), Dick und Doof, Charley Chaplin, Buster Keaton (Heimtücke des Fetisch) und nach Wewerka das Schweizer Künstlerduo Fischli und Weiss (Funktionslogiken der Objektpanik) versucht hatten.

 

"Wewerkas hinkende Stühle, sich selbst unter den Tisch saufenden Tische und seine Totalisierung der Körperfaltungen zur raumsparenden Entsorgung sind Wunderwerke der künstlerischen Aufklärung: Sie verhindern die fundamentalistisch platte 1:1-Übersetzung von Gestalterideen in materiale Verkörperungen. Er ist der Grossmeister des Antifundamentalismus durch Ermunterung der Dinge zur Schieflage, zum Eigensinn und zur blühenden Vieldeutigkeit und Mehrwertigkeit."

Bazon Brock

 

„Stefan Wewerka ist einer der vielseitigsten Künstler seiner Generation. Er hat als Architekt in den Büros der Luckhardts und von Hans Scharoun gearbeitet. Er war und ist Maler, Grafiker, Bildhauer, Filmemacher, Möbel- und Modedesigner. Eine Trennung von freier und angewandter Kunst hat es für ihn nie gegeben. Sein Sohn Alexander und Wulf Herzogenrath haben ein Buch über diesen ‚Großmeister des Antifundamentalismus’ (Bazon Brock) herausgegeben. Es zeichnet den Lebensweg nach, der immer wieder durch überraschende berufliche Wendungen gekennzeichnet ist.

Zudem äußert sich Stefan Wewerka in Interviews, dokumentierten Briefen und Vorträgen zu seiner Arbeitsweise, zu Projekten oder zu Grundfragen der Gestaltung, aber auch zum Umbau der Stadt Paris oder zur Verkehrsinfrastruktur von Hannover.

Das Verblüffendste an diesen Zeugnissen ist die erstaunliche Klarheit und Verständlichkeit von Stefan Wewerka. Nach Wortgeschwurbel und gestelzten Formulierungen sucht der Leser hier vergeblich – Wewerka redet Klartext. Und das macht die Lektüre dieser ungewöhnlichen Biografie eines im besten Sinne eigensinnigen Künstlers so spannend und lehrreich. Die über 300 Abbildungen lösen zudem immer wieder diesen ‚Ach, das ist auch von Wewerka’-Effekt aus.

Eine dem Buch beigelegte DVD enthält vier Kurzfilme von Stefan Wewerka aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, eine mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentation von Lothar Spree über den Künstler sowie ein Interview von 2009."

Peter Groth im Weser-Kurier, 13.6.2010