Clubhaus des Internationalen Studentenheims Eichkamp
Architekten Christian Müller, Werner Rausch und Stefan Wewerka
1949

Indem wir eine »Zwischendecke« in einen Raum von 6 m Höhe einzogen, entstanden zwei Räume: unten zum Arbeiten, oben zum Schlafen.

Die Vorstellung vom Bauen, die Werner Rausch und ich vertraten, bestand darin, Prozesse auszulösen und nicht zu blockieren. Wir waren überzeugt davon, daß vordergründige Ästhetik Prozesse blockiert, sie gar nicht erst zuläßt und im Formalismus endet.

Zum Beispiel beobachteten wir, daß unsere Mitbewohner die Treppe, die vom Erdgeschoß zum Dach führte, bei ihren Gesprächen und Diskussionen als Sitzgelegenheit nutzten. Das veranlaßte uns, die Bank, die als Sitzgelegenheit eingeplant war, zu streichen. Damit entfiel zwar nicht ein kostentreibender Posten, aber es ist ein Beispiel für diese pragmatische, praxisbezogene Einstellung. Sie hat meine theoretischen und praktischen Arbeiten damals bestimmt und bestimmt sie noch heute, ob in der Architektur, bei Kleiderentwürfen oder der Konstruktion von Möbeln.

"Nahaufnahme Stefan Wewerka"

 

 
 
Grundriss Eichkamp